Seite 1

Die Aufgaben

 

Home
Sims 2
Sims 3
Links

 

Carla Aufgabe1
Seite 2

 

Hätte ich nicht gewusst, dass ich nur über die Straße laufen müsste, um meine Familie zu sehen, wäre ich wohl direkt an Mamas Rockzipfel zurückgekehrt.
Da stand ich nun am Anfang meiner Selbstständigkeit und bekam das große Muffensausen.
Dank Opas Finanzspritze hatte ich mir schon einige Dinge leisten können. Zum einen hatte ich eine fast komplette Küche.
Naja, halt fast komplett. Für einen Herd hatte es noch nicht gereicht und eigentlich hatte ich nach dem großen Feuer auch keine große Lust, mein erstes eigenes Zuhause auch in Rauch aufgehen zu sehen.
Das Wohnzimmer war zwar spartanisch eingerichtet, aber erfüllte seinen Zweck.
Als erstes würde ich mich wohl darum kümmern, das noch gähnend leere Bücherregal mit einigen dicken Wälzern zu bestücken.
Nein, ich hatte keinen Freund und daher auch keine Notwendigkeit für ein Doppelbett gesehen. So konnte mir wenigstens niemand die Decke klauen!
Das größte Problem waren wohl die mangelnden sanitären Anschlüsse.
Zwar hatte Mama sich um einen Klempner gekümmert, aber dieser hatte erst frühestens in zwei Wochen einen Termin.
Vermutlich musste ich dankbar sein, dass ich überhaupt ein Klo hatte.
Nachdem ich meine drei Sachen verstaut hatte, machte ich es mir erstmal mit einem guten Buch auf meinem neuen Sofa gemütlich.
Irgendwie wirkten meine paar Möbel in Gesellschaft von Omatapete und schmuddeligen Bodendielen recht deplatziert.
Bisher hatte ich von meiner neuen Heimat noch nicht viel gesehen. Also schloss ich das Kapitel und schwang mich aufs Rad, um ein wenig die Gegend zu erkunden.
Nachdem ich mich neugierig in den Büschen vor der Polizeiwache rumgeschlagen hatte, rappelte auf einmal mein Handy und Mama war dran.
Sie erzählte mir davon, dass sie in der Zeitung ein Inserat gelesen hatte, dass das Rathaus dringend Leute für das Polieren von Podien suchten.
Ich hatte eh nichts besseres vor und dachte, ich könnte mal mein Glück versuchen. Offenbar hatte sich niemand auf die Annonce gemeldet und ich bekam direkt die Zusage, dass ich am nächsten Montag die Arbeit aufnehmen könnte.
Beflügelt vom ersten Erfolgserlebnis erzählte ich der erstbesten Passantin von meiner neuen Stelle. Diese stellte sich als Betti Simovitch vor, was mich aber ehrlich gesagt in diesem Moment nicht so wirklich interessierte.
Denn ein neuer Job war auch mit neuen Verpflichtungen verbunden und so verzog ich mich in den örtlichen Lesesaal, um an meinem Charisma zu arbeiten.
Natürlich entging mir nicht, dass dieser Ort offenbar auch von etlichen männlichen Bewohnern gerne und viel aufgesucht wurde.
Aber ein weiterer Blick aus dem Augenwinkel auf meinen Papa und ich verwarf die Absicht, mit den Herren hier erstmal auf Tuchfühlung zu gehen.
Denn wo Papa war, konnte Mama nicht weit sein. Und ich hatte keine Lust auf peinliche Szenen, in denen sie mich aufforderte, ihr doch den potenziellen Schwiegersohn und Vater ihrer künftigen Enkel vorzustellen.
Gerade wollte ich mich unbemerkt hinausstehlen, als ich auch schon meinem Vater in die Arme lief.
Wie nicht anders zu erwarten, wollte er sämtliche Details meines Vorstellungsgespräches wissen und freute sich, als ich ihm versicherte, den Job sicher in der Tasche zu haben.
Kurz darauf machten sich meine Eltern auch auf den Weg nach Hause und ich begann, die ersten Kontakte zu knüpfen.
Leider schienen hier so ziemlich alle Herren der Schöpfung bereits vergeben zu sein.
Es war zum Verzweifeln!!
Aber trotzdem war ich zufrieden über meinen ersten Tag in der Selbstständigkeit.
Und so fiel ich todmüde mitten in der Nacht in mein Bett.
Und zwar war ich dermaßen müde, dass ich durch das penetrante Hupen meiner Fahrgemeinschaft aus dem Schlaf gerissen wurde.
Schnell sprang ich in die Hose und begab mich zum Auto, denn am ersten Tag wollte ich nicht direkt zu spät kommen.
The first day on the job und ich hatte sofort eine Beförderung in der Tasche.
Nun durfte ich die Stimmzettel auszählen und mit dieser guten Neuigkeit stattete ich
meinen Eltern und Opi einen kurzen Besuch ab.
Irgendwann musste ich aber in mein eigenes Zuhause zurückkehren und ganz ehrlich: Langsam fiel mir die Decke auf den Kopf.
Das Geld der Beförderung reichte noch lange nicht, um mir eine Anlage oder gar einen PC zu leisten.
Aber am meisten fehlte mir wohl Gesellschaft und so stopfte ich fast schon missmutig meinen Salat in mich hinein.
Die Stille im Haus war beinahe schon unerträglich und so war ich vor Sonnenaufgang schon wieder auf den Beinen.
Ich entschloss mich dazu, einen Spaziergang zu machen.
Den Weg, der hinter meinem Grundstück her führte, war mir noch ganz unbekannt und auf meiner Miniwanderung stolperte ich über einige Samen.
Ich hatte keine Ahnung, welcher Art diese waren, aber sie waren verdammt riesig.
Irgendwann erreichte ich den Friedhof.
Eigentlich wollte ich noch ein wenig in meinem Buch lesen, bevor ich bei der Arbeit antreten musste, als ich von der Neugier getrieben einen Blick in die Katakomben wagen wollte.
Fragt lieber nicht, was sich dort abgespielt hat.
Jedenfalls werde ich so schnell die Ahnen von Riverview nicht mehr besuchen!
Ich war doch ziemlich verstört nach meinen Erlebnissen in den unterirdischen Tunnelsystemen.
Notdürftig säuberte ich mich und dann war es auch schon Zeit, dass ich mich auf den Weg machte.
Aber der Schreck sollte mir noch einige Stunde nachhängen, da könnt Ihr sicher sein!
Die Bewohner von Riverview sind schon ein eigenartiges Volk. Während wir in der Mittagspause waren, ertönte von vor dem Gebäude ein fast schon tosender Lärm.
Als ich einen Blick aus dem Fenster warf, erblickte ich zwei "Damen", die sich sprichwörtlich an die Gurgel gingen.
Sachen gibt's!
Ansonsten war mein Leben nicht besonders aufregend. Ich schlief, aß und ging zur Arbeit.
Und manchmal plünderte ich auch die Gärten meiner Nachbarn.
Im örtlichen Kunstmuseum entdeckte ich eine öffentliche Staffelei und ich brachte mein Erstlingswerk auf die Leinwand.
Allerdings war das nicht gerade berauschend und ein Warhol würde ich wohl nicht so schnell werden...
Ich hätte nicht gedacht, dass das Erwachsensein so stumpfsinnig sein konnte.
Also brauchte ich etwas Abwechslung und so schmiss ich mich in mein Lieblingskleid und entschloss mich zu einigen Spontanbesuchen bei meinen Nachbarn.
Einige waren nicht zu Hause, andere machten gar nicht erst auf.
Aber an einem alten Spritzenhaus hatte ich Glück und machte mich mit George Dean bekannt.
George war supernett und bat mich direkt in sein Haus.
Ich muss zugeben, dass ich doch leicht neidisch war.
Alles war so nett verklinkert und die Wohnung hatte ein wenig was von einem Loft.
Und außerdem hatte er weitaus mehr Möbel als ich.
George und ich verstanden uns wirklich auf Anhieb.
Und so verbrachten wir einige schöne Stunden und unterhielten uns prächtig.
Ich weiß nicht, was und ob ich überhaupt etwas falsch gemacht hatte, als George mich plötzlich vor die Tür setzte.
Er meinte, es wäre schon ganz schön spät und er müsse früh raus... ich hätte ja bestimmt Verständnis.. bla.
Irgendwie war ich ziemlich enttäuscht.
Da stand ich nun vor der verschlossenen Tür.
Trotz des Quasi-Rauswurfs ging mir George offenbar nicht mehr aus dem Kopf.
 

 

Carla Aufgabe 1
Seite 2